Die US Corporation (Business Corporation) ist die immer noch am meisten verbreitete Gesellschaftsform in den USA. Sie ähnelt der deutschen Aktiengesellschaft (AG). Beim Auftreten im Rechtsverkehr muss eine Business Corporation einen die Gesellschaftsform deutlich machenden Zusatz benutzen (Incorporated, Inc., Corporation, Corp., Company oder Co) Auch diese Gesellschaftsform verlangt kein Mindestkapital.
Die Gründung der Business Corporation erfolgt in einem formalen Verfahren: Die Gründer (Incorporators) müssen eine Art Gesellschaftssatzung, die sog. Articles of Incorporation, aufstellen. Diese enthalten in der Regel den Namen und den Sitz der Gesellschaft, den Gesellschaftszweck, die Art und Anzahl der von der Gesellschaft freigegebenen Aktien, die Zahl der zu bestellenden sog. Directors (vergleichbar mit den Aufsichtsratsmitgliedern des deutschen Rechts) und Angaben zum im Gründungsstaat wohnhaften Zustellungsbevollmächtigten , dem sog. Registered Agent. Die Articles of Incorporation sind beim Secretary of State einzureichen
In der Gründungsversammlung, dem Initial Meeting, haben die Gründer die Directors der Gesellschaft und die sog. Executive Officers zu ernennen. Dies kann auch auf schriftlichem Wege erfolgen. Die Directors bestimmen die Executive Officers, die für die alltägliche Geschäftsführung und Vertretung zuständig sind. Sie unterliegen der Aufsicht und den Anweisungen der Directors, welche wiederum von den Gesellschaftern ernannt werden. Es liegt also ein mehrschichtiger interner Aufbau vor. Die Rechte und Pflichten der Directors und Officers ergeben sich aus der Satzung, den Bylaws.
Die künftigen Gesellschafter erwerben die Aktien der Gesellschaft zum Nennbetrag der Aktie oder zu einen vereinbarten Preis. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, alle Aktien auszugeben. Die Aktien der Business Corporation sind frei übertragbar. Dies kann vertraglich aber auch anders geregelt werden.
AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG
Unternehmen expandieren kräftig – 67% wollen 2012 neue Jobs schaffen, Facharbeitermangel für 60% eine Herausforderung
New York City, 5. Dezember 2011 – Deutsche Firmen in den USA zeigen sich entschieden optimistisch, trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten auf beiden Seiten des Atlantiks. 72% konnten 2011 ihre Umsätze erneut steigern und 86% erwarten 2012 „moderates bis starkes Wachstum“ für das eigene Unternehmen. Expansionsstrategien wie die Erschließung neuer Kundensegmente und Produktinnovationen stehen weiterhin im Vordergrund und tragen dazu bei, dass 67% Neueinstellungen planen. Die Mehrheit der befragten U.S.-Tochtergesellschaften gab zudem an, dass Konjunktursorgen wie die andauernde Haushaltskrise in den USA und die Schuldenkrise im Euro-Raum bisher keinen Einfluss auf ihre Geschäftsentscheidungen in 2011 oder Pläne für 2012 hatten. Steigende Materialkosten und Facharbeiterengpässe auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt stellen hingegen für die meisten Unternehmen eine Herausforderung dar.
Dies sind die Ergebnisse des dritten “German American Business Outlook”, der jährlichen Konjunkturumfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern (AHK USA) in Zusammenarbeit mit dem Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Washington, DC (RGIT) und Roland Berger Strategy Consultants. Die Umfrage richtete sich an 1.900 Hauptniederlassungen deutscher Unternehmen in den USA, um eine Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage vor Ort vorzunehmen. Die Rücklaufquote betrug 10% und 80% der Antworten kamen aus dem ‚klassischen Mittelstand’ mit bis zu 250 Beschäftigten. weiter lesen